Über und unter den Wolken

25Feb2018

Nachdem ich im Zug noch ziemlich wehmütig war, meine Farm verlassen zu haben kam in Melbourne dann wirkliche Vorfreude auf! Den Skybus zum Flughafen hatte ich schnell geregelt und schon stand ich dort, erstmal überfordert... klar war, dass ich zum internationalen Departure Gate musste, doch wo ich letztendlich einchecken konnte lag in den Sternen. Nirgends wurde meine Flugnuummer vom Ticket angezeigt und so ging ich einfach zum Schalter meiner Airline, bei dem Zeit und Ziel übereinstimmten und fand so zum Glück doch meinen richtigen Flug. Vor mir lag ein recht guter Flug, der nur Richtung Ende hin wild wurde, und 7 Stunden Layover am Flughafen, wobei ich nicht wirklich schlafen konnte. Dafür wurde dies beim zweiten Flug nach Wellington aufgeholt, da ich dort vom Start zur Landung durchschlief. Schon vom ersten Blick aus dem Flugzeugfenster, zu dem ich mich hin ausbreiten konnte, da ich eine ganze Sitzreihe für mich hatte, war klar Wellington und meine Zeit in Neuseeland wird etwas ganz Besonderes!
Nachdem ich leider nicht ganz typisch vom Flughafen abgeholt werden konnte, da ich Kiki, Nico und Zoey zuerst sah, bekam ich dann aber nach langer Umarmung doch noch mein Willkommensschild. Nach kurzem Umweg kamen wir am Campingplatz an, wo ich Mimmi und Inken (aka die andere Kiki) kennen lernte und Maxi und Nikki wiedertraf. Ziemlich übermüdet aber doch mit zu viel Energie beschlossen Kiki und ich etwas Yoga zu machen und danach einzuschlafen. Ein Schlaf der sich wie 5 Stunden anfühlte, aber nur 15 Minuten war, ließ mich dann zum Glück bis zum Abend und unseren ganzen Nachmittag im Mc Donalds aushalten - nicht zum Essen sondern zum Elektronik aufzuladen.
Am nächsten Tag ging es nach Frühstück im Bett und ein bisschen Pause auf Wellingtons Foodmarkt und Ini treffen. Die nächsten Tage verbrachten wir etwa genauso entspannt und ebenso mit Sightseeing.
Dann wurde es aber auch schon Zeit ein bisschen mehr als Wellington zu sehen und so ging's nach Cape Pallisar (keine Ahnung ob das richtig geschrieben ist! 😉) wo es zu meiner Überraschung schwarzen Sand und Robben gab. Noch toller war, dass auch ganz viele Babyrobben dort waren! Daraufhin ging es nach Napir, wo wir zwei Tage mit Ruhe, Bummeln und Nikki und Maxi verabschieden verbrachten und am 9. ging es dann auch schon wieder zurück nach Wellington. Damit hatten wir einen Tag in Wellington, bevor am 11. die große Fährfahrt bevorstand. Leider gab es keine Delfine zu sehen (die die wir verpasst haben weil wir kurz drinnen waren zählen nicht!), doch dafür hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Fjorde. Auf der Südinsel wurden wir leider auch nicht sofort den Regen los, den wir seit ein paar Tagen hatten, und so kam es zur ersten kuscheligen Nacht zu Dritt im Auto. Das einzige Problem dabei ist, wenn es am nächsten Tag wieder 30 Grad hat und man in einer Sauna aufwacht. Zum Glück gab es einen daneben fließenden Fjord in dem wir uns abkühlen konnten.
Die nächsten Tage verbrachten wir damit Nelson, Rabbit Island, den Able Tasman Nationalpark mit dem Split Apple Rock (ja, der Fels gleicht einem geteilten Apfel) und das Farewell Spit zu erkunden. Viel zu schnell verging die Zeit, sodass wir mit Schrecken feststellen mussten, dass es nach 4 Tagen langsam Zeit wurde uns auf den Weg zur Ostküste zu machen. Eine weitere Nacht im Able Tasman NP und schon machten wir uns auf den Weg zuerst nach Blenheim, Kaikoura und anschließend Christchurch. Zum Glück sind wir gerade noch rechtzeitig in Christchurch angekommen da kurz nach unserer Ankunft die Straße dorthin wegen eines heftigen Sturms gesperrt wurde. Nach einer weiteren kuscheligen Nacht zu Dritt im Auto und einen sehr späten Frühstück (ich glaube bis 16 Uhr 😁) wegen dem immer noch andauernden Regen, begaben wir uns in Christchurchs Zentrum und schon war es Zeit für meinen Abschiedsabend zu dem es ganz backpackerlike Nudelmix mit Bolognese gab, super gekocht von den Jungs und superleckere Kuchen von den Mädels gab! ♡
Nach einer eh schon traurigen Verabschiedung der drei Hamburger am Abend folgte Nicos am nächsten Morgen und Kikis am Flughafen 😭.
Ein guter Rückflug machte meine Reise nach Neuseeland perfekt.
Noch einmal an euch Fünf - ganz vielen lieben Dank für diese wundervolle und unvergessliche Zeit und diese vielen tollen Momente die ich hier alle gar nicht reinbringen konnte!

Cheers 🤙
Cassi

Ein schwerer Abschied

01Feb2018

Und wieder etwas in meinem Leben gemeistert, ich meine wer kann schon behaupten, dass er oder sie drei Monate erfolgreich und FREIWILLIG Kühe gemolken hat?! Und wenn meine letzten 3 Monate etwas waren dann erfolgreich:
Ich habe ein neues Zuhause weit weg von zu Hause gefunden, Freundschaften geschlossen, sowohl mit Mensch als auch Kuh und auch einer Katze (die ich nur schweren Herzens nicht adoptiert habe), wurde in den Wahnsinn getrieben, gekickt, von allen möglichen Tieren und Shane(!) zu Tode erschreckt, habe eine Menge gesehen, hatte einen mal etwas anderen Geburtstag, habe nie meine Morgenschicht verschlafen (als einzige Backpackerin die bis jetzt auf der Farm lebte), lernte wie man Schlangenbisse versorgt und wurde zu guter letzt auch nich angekackt.
Ja richtig gelesen und zwar so richtig! Meine komplette linke Seite und direkt in den Gummistiefel 😏.  Zim Glück hatte ich meine Haare zusammengebunden 😂 und zum Glück steht auf unserer Farm alles mögliche herum, dass mir mein Housemate Haley ein neues paar Gummistiefel bringen konnte! Da man ja nie wissen kann, schüttelte ich die Schuhe aber vorher lieber nochmal in ganz australischer Manier aus und Überraschung, was kam wohl heraus? Eine Huntsman. Man kann hier halt einfach nie sicher sein ;).
Dennoch hatte ich meine bis jetzt beste Zeit hier in Australien und habe einiges gelernt, wofür ich unendlich dankbar bin - Danke Shane und alle von Orford Wells ♡
Nun heißt es für mich nächster Stop: Christchurch; Neuseeland beziehungsweiße gleich im Anschluss Auf nach Wellington!
Cheers🤙
Cassi

Mein sechster Monat oder auch 88 Tage versklavt?

25Jan2018

So nun neigt sich nicht nur mein fünfter Monat dem Ende zu, sondern auch mein Farmleben. Nur noch ein paar Tage und dann geht es für mich auf nach Neuseeland 😍
Doch davor muss ich euch unbedingt von meinem letzten Monat hier erzählen:
Nach meinem, leider viel zu kurzen, Ausflug nach Melbourne war es verdammt schwer wieder in die Arbeit zu finden. Das frühe Aufstehen empfand ich als tötlich und nach dem Arbeiten tat mir alles weh, schlimmer als am Anfang!
Doch nach ein paar Tagen fand ich doch wieder in die Arbeit, wobei dann das nächste "Problem" auftauchte... nach 3 Tagen war ich komplett alleine zu Hause, da mich mein liebes Housemate verließ. Wann die nächste Backpackerin ankommen würde war noch unklar und so lebte ich nun bis auf weiteres alleine in dem großen Haus. Was am Anfang noch ein bisschen unheimlich war, vor allem nachts alleine im Nirgendwo, empfand ich dann doch schnell als Luxus, seine Ruhe haben und nicht schräg angeschaut werden wenn man mal schon vor 8 Uhr ins Bett geht! Und falls es nachts zu gruselig wird, stand ja immer noch das Angebot ins Haus von Nikki und Shane mit einzuziehen 😅. Was in Betracht meines neuen Schichtplans, sehr viele Morgenschichten, für beide Seiten zum Glück nicht in Anspruch genommen werden musste!
Nach nur weiteren 3 Tagen war dann auch schon mein Geburtstag - man wie schnell doe Zeit rumgeht - auf den ich mich allerdings gar nicht so freute. Weit weg von zu Hause, ohne Familie, ohne Geburtstagskuchen, ohne Geburtstagslied. Dafür mir Arbeiten... Und einer Frühschicht 😏
Aber so schlimm war das gar nicht. Denn die Frühschicht wollte ich, sodass ich statt mittags zu arbeiten etwas unternehmen konnte. Und gedacht wurde an mich auch sehr viel, von allen Seiten bekam ich Glückwünsche über die ich mich ganz besonders freute. Nachdem ich mich nach meiner Frühschicht also noch mal schlafen gelegt habe, machte ich mir meinen ganz eigenen "Geburtstagskuchen", es gab Pancakes! Mit vollem Bauch machte ich mich dann fertig und schon konnte es losgehen. Nächster Halt: Strand! Ja klar, denn wenn ich dieses Jahr schon kein Schnee haben kann, dann wenigstens Sand, blauer Himmel, viel Sonne und Meer ❤ nach einigen Stunden brutzeln in der Sonne, und zu meinem Bedauern musste ich wirklich feststellen, dass ich brutzelte, hatte ich mir erstmal einen fetten Sonnenbrand geholt (der erst jetzt weg ist)!
Zum Abendessen war ich dann zum Glück bei Shane und Nikki eingeladen, sodass ich meinen Geburtstag nicht ganz alleine verbringen musste. Dort bekam ich dann auch nochmal ein Geburtstagsständchen, ein paar kleine, zuckersüße Geschenke und einen superleckeren Geburtstagskuchen 😄.
Die nächsten Tage vergingen wie im Flug, Arbeit, Essen und Schlaf wurden meine besten Freunde. Zusätzlich wurde immer mehr Planung für Neuseeland aufgenommen und auch für meine restliche Zeit in Australien, aber das erfahrt ihr alles zur richtigen Zeit;)
Am 19. kam dann mein neues Housemate an, Haley, Neuseeländerin, hatte schon mal mit Shane zusammengearbeitet und kam auf Anfrage wieder zurück nach Australien, wie lange - let's see!
Und wenn jetzt langsam auch der Ende des Tunnels in Sicht ist bin ich ein bisschen hin und her gerissen. Klar mit den sich etablierenden heißeren Temperaturen wird die Arbeit nicht leichter und Gereiztheit ist zu spüren, entweder die Kühe benehmen sich daneben oder durch kleine Fehler von Mitarbeitern, Kühen oder auch sich selber wird man ungeduldig, was öfters zu kleinen Spannungen führt. Doch, vielleicht gerade weil es für mich nicht mehr so lange hin ist, merke ich auch wie sehr mir hier alles ans Herz gewachsen ist, die Leute, die Umgebung, ja selbst die Kühe und die Arbeit (selbst Schichten um 4 Uhr morgends!).
Und auch wenn ich mich unendlich auf Neuseeland und das Reisen danach freue, fast genauso traurig bin ich meine kleine Farmfamilie zu verlassen.
Mein Farmjob war der beste Job den ich bis jetzt hatte und definitiv auch das größte Abenteuer. Klar lief nicht immer alles rund, ich wurde gekickt und war oft genug am Verzweifeln mit den "Viechern", meine ersten paar Huntsman, doch hatte ich auch hier auch überwiegend tolle Zeiten. Weihnachten und mein Geburtstag, Tower Hill, Strand, mit dem Quad die Kühe einholen und die erste Geburt eines Kälbchens, die ich je miterlebt habe.
88 Tage versklavt? NEIN, definitv nicht! Doch nachdem ich neulich einen Blogeintrag zu genau diesem Thema gelesen habe, musste ich es hier noch einmal aufnehmen. Klar gibt es hier bestimmt einige Farmen die nicht wirklich im Interesse aller Beteiligten Handeln, doch nachdem ich selber so tolle Farmleute kennengelernt habe frage ich mich warum manche Backpacker das mitmachen und möchte noch einmal hervorheben, dass es eben nicjt auf jeder Farm so ist.
Denn ich hatte hier eine wunderbare Zeit, für die ich unglaublich dankbar bin!


Cheers🤙
Cassi

Mein fünfter Monat in Oz

07Jan2018

Wow nun bin ich schon fünf Monate in Australien! Ich kann es noch gar nicht glauben!
Und erst recht wenn man bedenkt was für ein Monat hinter mir liegt... nicht nur die Adventszeit, sondern auch Weihnachten ohne Familie zu verbringen ist echt schwer gewesen, doch dank viel Arbeit hätte ich zum Glück nicht allzu viel Zeit darüber nachzudenken. Doch nicht zu vergessen: Shane und Nikki die uns an Weihnachten, hier der 25. Dezember, zu sich eingeladen hatten - was für ein Fest 😳 Am späten Morgen ging es für Jodie und mich los Richtung Lunch, mit einem Auto voll mit Geschenken, über die sich zum Glück jeder freute. Doch bevor gegessen werden konnte müssten Jodie und ich uns dies erst erarbeiten... Nein wir mussten nicht erst eine Kuh  schlachten oder so, doch mussten wir mit den Kindern ihre neuen Lego Spielzeuge zusammenbauen, was wahrscheinlich genauso schwer ist 😉
Aber die eigentliche "Arbeit" kam erst noch, ein Teller gehäuft mit Truthahn, Hähnchen, und Rind, Brokolikratin, Kartoffeln, gegrilltem Kürbis, Mais und Erbsen-Bohnen-Gemüse, gefolgt von Pavlova und TimTamCheesecake. Danach bräuchte ich erstmal eine Stunde Pause bevor ich mich wieder bewegen konnte. Zum Glück hatte ich die Nachmittagschicht zu arbeiten, sonst hätte am Abend nichts mehr reingepasst und das hätte ich dem wundervollen Essen und Nikki nicht antun können... da gab es dann nochmal Truthahn, Hähnchen, Rind und auch Schwein, noch einmal die Nachtische vom Mittag und Choclate Ripple Cake 😍
Danach brauchte ich dann den ganzen nächsten Tag nichts mehr zu essen 😉
Eine Woche später hätte ich dann auch endlich meine 4 Tage am Stück frei, sodass ich zu Neujahr endlich mal wieder nach Melbourne konnte. Dort traf ich mich mit Sophie und ihrer Freundin Lara, auch ein AuPair und zusammen hatten wir eine echt geniale Zeit. Das Feuerwerk war einfach unglaublich, wunderschön und in der ganzen Stadt 😍 und dann war ja auch noch Sophies Geburtstag 🎉 Deshalb lassen sich meine Tage in Melbourne auch ganz gut folgend zusammenfassen: Essen, Trinken, Schlafen und natürlich FEIERN!!
Dass es danach natürlich wieder schwer wird in die Arbeit zu finden war vorhersehbar, doch in Realität war es einfach nur schrecklich! Alles hat mehr wehgetan wie in meinen ersten Tagen und mit der Hitze die langsam auch dieses Stückchen Land einnimmt lagen meine Nerven einfach nur noch blank. Zum Glück scheint diese Zeit schon wieder überstanden zu sein 😅
Doch jetzt hat wohl auch die schwerste Zeit meines Farmlebens begonnen, nachdem Jodie am 5. die Farm verließ, lebe ich nun mitten im Nirgendwo alleine in einem doch ziemlich großen Haus 😑 Doch auch diesen Monat werde ich noch rum bekommen!

Cheers 🤙
Cassi

PS: Da bis jetzt nicht genug Bilder für ein Video entstanden sind gibt es nun erstmal nur die schönsten Momentaufnahmen

  

Ein bisschen Motivation

28Dez2017

Was machen wenn man so einen richtig misslungenen Morgen hatte? Schon beim Aufstehen schreit das Bett nach einem und man möchte eigentlich gar nicht unter den warmen Laken hervorkrabbeln, in die nach Kuhstall stinkenden Kleider hinein und kommt dann wegen des Widerstrebens schonmal zu spät von zu Hause los. Auf der Arbeit kann man seine Flasche nicht auffüllen, weil kein Wasser da ist und so muss man die nächsten 4 bis 5 Stunden mit dem abgestandenen Rest vom Vortag aushalten. Doch da hat man bis jetzt noch gar nicht mit den Kühen gearbeitet, denn dabei kann dann die Laune erst richtig tief sinken. Wenn sie nicht hören wollen und nicht von der Plattform runter wollen, wenn sie ihre Hinterlassenschaften direkt neben dir abladen müssen oder noch besser auf dir. Dann bleibt nur die Hoffnung oder besser gesagt das Wissen, dass es nicht noch schlimmer werden kann!
Und das tollste ist dann, wenn eine super Mittagsschicht folgt. All der Stress vom Morgen ist vergessen, man hat genug Zeit sich um jede einzelne Kuh zu kümmern, ist ruhig und kann sogar die Radiomusik genießen, mitsingen und mittanzen. Und wenn man dann immer noch freie Zeit hat, macht man Bilder, damit man die Zeit hier nie vergisst :)
Also nun wisst ihr Bescheid - Cheers 🤙
Cassi

FROHE WEIHNACHTEN! 🎅🎄

24Dez2017

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Hier nur mal ein kleiner Einblick wie Weihnachten hier bei uns auf dem Land gefeiert wird 😉. Denn das große Fest kommt hier erst morgen. Deshalb lasst euch überraschen und feiert bis dahin schön!

Cheers 🤙🤶

Cassi

Meine ruhigen Abenteuer

19Dez2017

Nun melde ich mich auch mal wieder! Leider war es mir wegen viel Arbeit und noch mehr Schlaf die letzten Wochen nicht möglich auch nur Ansatzweise an meinem Blog zu schreiben 😔.
An meinen letzten freien Tagen verbrachte ich jeweils einen Tag mit Nikki, um mir gut unterhalten die Gegend zeigen zu lassen. Alleine ist das nämlich ziemlich langweilig und da ich mich hier auch nicht wirklich auskenne, wüsste ich auch nicht, was ich anschauen könnte. Zum Glück gibt es Nikki 😄!
Nachdem mir bei unserem ersten Ausflug das Hayball Festival gezeigt wurde ging es die Woche darauf nach Tower Hill. So unspektakulär es sich auch anhören mag ist es wohl eines der schönsten Orte die ich je gesehen hab. Zwischen Flachöand und Meer befindet sich auf einmal ein Tal, mit Fluss und einer Art Insellandschaft. Doch sind es keine Berge, die man dort findet, sondern alte, nicht mehr aktive Vulkane. Und als wäre das nicht schon aufregend genug, leben dort die meisten, für Australien heimischen Tierarten. Da es sich dabei um eine Art Naturschutzgebiet handelt gibt es natürlich viele Wanderwege, dennoch darf man auch mit dem Auto hindurchfahren, was wir auch taten 😊. Mit Augen in Tellergröße bestaunte ich die unglaublich schöne Landschaft und staunte nicht schlecht, als wir an einem Parkplatz Emus sahen. Auch ein Koala ließ sich blicken und im Informationscenter konnte man Aboriginikunst betrachten. Auf dem Rückweg erblickten wir dann noch zwei Kängurus und schwarze Schwäne, lediglich der Enchidna wollte sich nicht zeigen :/.
Die kommende Woche waren wir dann zusammen in Hamilton und zum Glück hatten wir an diesem Tag frei! Das Thermometer war schon kurz vor 9 Uhr bei 28°C und stieg im Laufe des Tages noch bis zu 40°C an. Zum Glück verbrachten wir die meiste Zeit in kühlen Läden, wo Nikki ihr Weihnachtsshopping absolvierte und waren froh um 14 Uhr wieder zu Hause zu sein. Nach einem kurzen Nickerchen ging es dann um 4 auch endlich das erste mal zum Strand! Leider hatte es in der Zwischenzeit leicht abgekühlt und das Wasser war zu kühl zum schwimmen, dich hatten wir viel Spaß mit den Kiddies schöne Muscheln zu sammeln 🐚.
So nachdem wir nun meine Erlebnisse abgearbeitet haben kommen wir nun zu meinem momentanen Lieblingsthema: Weihnachten! Nachdem die Weihnachtsfeiertage nun doch schon sehr nah herangerückt sind und hier genau Null Weihnachststimmung herrscht: kein Schnee, kein Tannenbaum, kein Weihnachtsmarkt, keine Weihnachtsfilme und vor allem keine Weihnachtslieder (!) dafür 30°C, Strand und sehr viel Arbeit vermisst man dann schon die Familie, denn vor allem ohne die ist Weihnachten nicht Weihnachten. Trotz dass wir hier alles versuchen, Punsch brauen, typisch winterliches Essen und ein Weihnachtsparty feiern fehlt eben immer noch etwas, weshalb ich mit Sicherheit sagen kann, Weihnachten 2018 muss zu Hause gefeiert werden, im kalten verschneiten Deutschland! ❄
Cheers🤙
Cassi

Mein vierter Monat in Oz

09Dez2017

Was machen wenn das Farmleben zum Alltag wird? Klar, schauen, dass man an seinen freien Tagen rauskommt, aber sonst kann man dagegen Nichts machen.
Naja, Nichts stimmt nicht... man kann zum Beispiel seinen Urlaub planen, den man sich dann nach 3 Monaten Farm auf jeden Fall gönnen kann. Oder den ganzen Schlaf nachholen, den man unter der Woche verloren hat.
Aber mein momentaner Favorit, was an den entspannten Tagen gemacht wird, ist tatsächlich meinen Urlaub zu planen 😄. Denn kaum meine Farmarbeit abgeschlossen, werde ich diese am 1. Februar verlassen und noch am selben Tag das Land verlassen - aber keine Sorge ich komme wieder ;) - und nach Neuseeland fliegen. Der Plan soweit ist dort mit Kiki und Nico für 3 Wochen die Südinsel zu erkunden 🎉.
Aber da das ja noch nicht genug Planung ist muss auch noch meine Australien-Rundreise geplant werden, natürlich nichts konkretes aber zumindest Was, Wo und eventuell noch Wann. Aber das werdet ihr noch alles rechtzeitig erfahren!
Und was ich diesen Monat alles erlebt habe könnt ihr hier sehen ;)
Cheers 🤙
Cassi

Endlich raus

02Dez2017

Nach einer weiteren stressigen Woche freute ich mich schon sehr auf mein "Wochenende" am Dienstag und Mittwoch. Doch da ich so kaputt war würde der Dienstag erstmal viel zum Schlafen genutzt, zum Ausruhen und auch ein bisschen zum Putzen.
Ganz im Gegenteil zu Mittwoch! Da hätte ch volles Programm: Kurz nach 9 wurde ich von Nikki abgeholt Und unser erster Stopp war der Kindergarten, wo es einen Morning Tea gab, bei dem Gemälde der Kinder versteigert wurden. Und oh mein Gott - das waren keine Kleinkinderkritzeleien sondern richtige Kunstwerke! Bis dies ein Ende fand war es dann auch schon ein Uhr und Zeit für uns Richtung Stadt aufzubrechen. Dort hatte ich einige Zeit für mich alleine um die Shoppingmeile von Warrnambool kennenzulernen und würde nach einer Stunde wieder abgeholt. Zeit nach Nikkis Tochter auch ihren Sohn abzuholen, dieses mal nicht vom Kindergarten sondern vom Schulbus. Es war dann auch schon 16 Uhr und so langsam würde ich müde, doch Nikki hätte ganz andere Pläne. Denn für uns ging es noch weiter, in eine kleine Stadt, in der gerade Heuballkunst ausgestellt wird und ich muss echt sagen: sehr kreativ! Leider war zu dem Zeitpunkt das Wetter schon so schlecht, dass man nicht aussteigen konnte.
Dennoch hatte ich einen sehr schönen Tag und freue mich schon auf das nächste mal, wenn ich das nächste mal von hier rauskomme ;)
Cheers 🤙
Cassi

  

Eine dicke Lippe riskieren

25Nov2017

Nun ist es so weit - ich hatte meinen zweiten Arbeitsunfall und wurde dabei gleich noch in den Club der dummen Arbeiter aufgenommen.
Nachdem ich in meiner ersten Woche ja gleich mal mit dem Quad in den Zaun gefahren bin, hatte ich diese Woche meinen ersten Kick abbekommen, und zwar so richtig...
Das erste was man hier lernt und zugleich auch die goldene Regel im Umgang mit Kühen: Immer so positionieren, dass dich kein Kick trifft, vor allem deinen Kopf!
Eine weitere Regel die man lernt: Die Cups erst zum Waschen hängen wenn keine Kuh mehr auf der Plattform ist!
Doch wenn man vier Doppelschichten und zugleich fünf Morgende hat, möchte man nur noch so schnell wie möglich zum Ende kommen und solange man sich fit fühlt, kann man die Cups wie alle anderen auch schon vorher aufhängen... dachte man sich so. Dass das aber keine so super Idee ist merkte ich dann recht schnell. Am Ende der restlich gemolkenen Kühe angekommen und die letzten Cups aufhängen wollend, missachtete ich blöderweise, dass die Rehling an dieser Stelle höher ist, damit Kühe die von der Plattform fallen im Notfall entkommen können, und erwischte ein aggressives Biest daneben. Was ich davon hatte? Ein Kick in Arm und Gesicht, 2 Tage Verband am Arm; eine geschwollene Lippe (die aber am nächsten Tag zum Glück schon wieder abgeschwollen war 😅) und eine geschwollene rechte Gesichtshälfte, die aber nach einem Tag auch wieder verschwand.
Alles in allem also Glück gehabt und meinen Part dabei gelernt. Niemals Cups aufhängen wenn die Biester noch auf der Plattform sind und immer schön Abstand halten!
Viele Grüße von einer nicht mehr entstellten Cassi
Cheers🤙

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.